Essen und Tierchen

Endlich konnte ich mein Geburtstagsessen nachholen. Es war ein wildes Wochenende, Gerhard, Michi, Ilse und Peter waren auch zu Besuch. Gegeben hat es tolle Rostbraten vom Markt, Erdäpfelpuffer und gegrillten Kürbis. War echt mal wieder ein Wochenende wie früher. 

Abgesehen vom üblichen Katerchen, der sich diesmal als Rückenschläfer präsentiert, haben sich die Feuersalamander auf der Terrasse ausgetobt. Zwei sind es auf jeden Fall – aber wieviele es wirklich sind ist schwer zu sagen, auf jeden Fall bewege ich mich eher vorsichtig da sie es sogar auf die Fußdacke schaffen…

E-Mobilität – der Hype

In meinem Freundeskreis gibt es Vertreter auf beiden Seiten: glühende Enthusiasten von elektrischen Autos – und Freunde die aus guten Gründen elektrische Autos völlig ablehnen. Mein schwieriger Standpunkt: beide haben teilweise recht. 

Weil: Politik,Medien und Industrie gehen wieder mal den völlig falschen Weg bei der Produkteinführung. Lernt niemand aus der Geschichte? Auch der Jüngeren? Das beste Beispiel ist die Energiesparlampe.

Warum schreib ich da Längen? Weil es das gleiche Problem ist. 

Die Energiesparlampe war noch nicht mal marktreif als schon verkündet wurde das konventionelle Glühbirnen verboten werden. Dementsprechend groß war der Widerstand, einerseits begannen Menschen alte Glühbirnen zu horten, andererseits liefen alle Sturm dagegen. Warum? Eine kurze Analyse

  • Etablierte Techniken funktionieren. Gerade bei neuen Technologien ist hier ein Wechsel schwierig vor allen wenn:
  • Die neue Technologie nicht funktioniert. Und am Anfang der Energiesparlampen waren das Neonröhren mit der Vorschalttechnik im Sockel. Und daher gab es den Zeitverlust beim Einschalten, die grelle Lichtfarbe,  und mit der versprochenen Haltbarkeit war es auch nicht weit. 
  • Sie kosten das 15fache des etablierten Systems
  • Daher war der erste Eindruck schon mal negativ. Schlechte Lichtfarben und Einschränkungen bei Lampenmaßen, Sockel etc rundeten das Bild ab. 

Inzwischen hat sich die Technik weiterentwickelt, die LED hat sich schon lange gegen die Neonlampen durchgesetzt. Wir können jede Lampenform in jeder Stärke, und Form herstellen. Dimmbar oder nicht, und bei weitem preiswerter. Jetzt ist also die Technologie  endlich dort wo sie brauchbar ist. 

Nur muss man jetzt die Menschen überzeugen die man anfangs verschreckt hat – was sehr aufwändig ist, und unnötig wäre hätte man gleich ein ausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht – und nicht erst am Markt getestet was eigentlich geht. Aber vielleicht hat es das gebraucht damit die Entwicklung überhaupt weiter geht.  

Mit den E-Autos ist es aber leider genauso. 

Leistbarkeit, Akkus, Reichweite, Produktion, Versorgung, Infrastruktur, Entsorgung, Recycling – es gibt so viele Punkte die noch nicht passen,  die Lösungen sind noch nicht ausgereift. Trotzdem wird das Konzept mit Vehemenz auf den Konsumenten geworfen, mit Politik und Medien dahinter. 

Das ist nicht gut.

Das Auto, die persönliche Mobilität, ist auch eine heilige Kuh. Das wurde uns auch seit mehr als einem Jahrhundert eingetrichtert. So ein Wechsel kann nicht per Beschluss über den Köpfen der Menschen hinweg bewerkstelligt werden. Schon gar nicht wenn die Alternativen noch nicht tauglich sind.

Nehmen wir das Lampenbeispiel von oben: sobald die technische Reife da ist – braucht es keine Vorgaben mehr, dann läuft es von selbst. Dann ist auch die Infrastrutur so weit – hoffentlich.

Also redet uns nicht ein das wir jetzt alle auf E-Autos umsteigen müssen. Sobald es soweit ist, und die Industrie  die nötigen Produkte liefert, dann werden auch die Menschen die Lösungen akzeptieren. Hey, niemand stellt sich gegen ein emmissionsfreies Auto wenn es leistbar, ökologisch vertretbar und praktikabel ist. Bis dahin wird es Widerstand geben, und der ist auch völlig gerechtfertigt.

Günstig rasieren

Ich war ja auch dabei – zwei Klingen, drei Klingen, vier Klingen,  Lubra-Strip…und ich habe gelöhnt….

Auch so ein kleiner Wahnsinn, der dann als schlecht trennbarer Müll im Restmüll landet..

Ein Kostenvergleich: 

  • Gilette Fusion Pro Glide Rasierer 16,02
  • Ersatzklingen 8 Stück 19,95= 2,493/Stk (Stand Amazon 2017/09/15)

Ok, wie oft brauch ich die? Ich hab einen schwachen Bartwuchs, also würde ich sagen ca. 2 Wechsel/Monat. Und es steigert sich natürlich bei allen Menschen die stärkeren Bartwuchs haben. Aber bleiben wir mal hier…

Damit sind wir bei: 

  • Initialkosten 16,02
  • Jahreskosten: 59,84
  • Gesamt: 75,86

…..plus schwer entsorgbarem Restmüll

Nun nehmen wir einen neuen Rasierhobel von Mühle wie auf dem Bild, wenn wir das Ding auf dem Flohmarkt kaufen ist es natürlich weit biliger: 

  • Mühle Rasierhobel geschlossener Kamm: 39,95
  • Rasierklingen Astra Superior Platinum 100er Pack: 11,94 – und die haben natürlich 2 scharfe Seiten, benutze ich jetzt schon über ein Jahr weg. 

Damit sind wir bei: 

  • Initialkosten: 39,95
  • Jahreskosten: 2,83
  • Gesamt: 42,78

….plus reinem Metall als Restmüll. (y)

Aber das ist doch so primitiv und böse auf meiner armen Haut! – Stimmt. Wenn man anfängt auf das alte System umzustellen kann es zu leichten Hautreizungen kommen bis man sich an den neuen alten Rasierer gewöhnt hat. Ging mir genau so – und es gibt sich. Teilweise liegt es auch nur daran dass man den richtigen Winkel finden muss.

Hier gleich ein paar Tipps damit der Übergang leichter wird: 

  • Rasierer mit geschlossenem Kamm sind schonender bei schwachem Bartwuchs
  • Das gilt auch für Körperbehaarung – und für Frauen die hier mitlesen.
  • Bei starkem Bartwuchs oder seltenem Rasieren – also wenn Mann die Haare zwischendurch länger wachsen lässt sind offene Kämme besser, aber halt auch agressiver.
  • Zwischendurch die Klinge mit dem Strich (also nicht gegen die Klinge) über die Seife ziehen ersetzt jeden Lubrastrip.
  • Es geht auch ohne Rasierpinsel – aber ehrlich gesagt – ein guter ist auch noch eine einmalige Extrainvestition wert. 

Outdoor, Handwerk, Mittelalter und ein Haus im Waldviertel

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