Bathilde – eine spröde Geliebte

Dank meiner Freundin Regina hab ich die Liebe zum Brettchenweben wiederentdeckt. Irgendwann hatte ich das mal gelernt und – etwa auf dem Level des Köper-Musters – wieder aufgegeben.

Nun war eine Herausforderung da – eine merowingische Ärmelborte, die man entweder der Äbtissin Bathilde de Chelles oder ihrer Schwester Bertille zuordnen kann (ganz klar ist es nicht, in dem Grab herrscht etwas Unordnung, und es wurde auch mehrmals geöffnet).

Das Band ist in Zweilochtechnik gewebt, der Musterteil ist also nur mit 2 statt 4 Fäden bezogen, und der Schussfaden ist an einigen Stellen des Musters sichtbar. Mein Versuchsband habe ich mit Leinenfäden gemacht. Noch hab ich immer wieder Fehler drin, vor allem das Zurückweben wenn ich einen Fehler hatte klappt noch nicht immer….den nächsten Versuch möchte ich auch auf einem Webrahmen starten, da das Muster erst mit großer Spannung gut herauskommt ist das Weben vom Gürtel weg nicht gleichmäßig genug.

Ein paar Arbeiten

Viel Zeit hatten wir heuer noch nicht für unsere Arbeiten, aber ein bissi was haben wir doch weitergebracht, nur mit der Doku war ich heuer schleißig, daher jetzt eine kurze Zusammenfassung:

Reginas Schild wurde abgebeizt und hat einen neuen Anstrich bekommen. Auch ein Trosschild für Sie und Ragnar ist sich ausgegangen. Ernst fehlt mir leider noch.

Einige Zeit ist draufgegangen beim herumprobieren ein merowinger-zeitliches Brettchenwebband nach dem Muster der Bathilde de Chelles zu erstellen – hat aber auch geklappt.

Regina hat sich inzwischen mit ihrem neuen Kleid, und einem Tross-Mäntelchen für Zoe beschäftigt.

Neu entstanden ist ein Kreuz für das Grab meiner Mutter, und ich hab das alte Dengel-Stockerl endlich restauriert. Und ganz zum Schluss ist es sich auch noch ausgegangen die Bolzen für Matthias auf die richtige Länge zu bringen.