Der Sohn des Hibachi

Ich liiiebe Werbung, vor allem wenn ein Gerät in den höchsten Tönen gelobt wird. Und nachdem ich in Kroatien mit einem billigen Griller gearbeitet hab und immer Angst hatte das er zusammenbricht hab ich mir etwas Besonderes bestellt.

The Son of Hibachi.

Die Beschreibung klingt ja toll. Ausklappbar, im zusammengeklappten Zustand heizt er mit Kamineffekt an, brennt sich dabei auch gleich aus, Aschelade, gar nicht so kleine Fläche, leicht zu verstauen und kann heiß in die Tasche gestellt werden damit in der Kombi von Luftabschluß und feuerfestem Material die restliche Kohle schnell ausgeht. Soweit so gut – jetzt die Praxis.

Anheizen funktioniert wie beschrieben. Bis die Kohle oben aber durchgeglüht ist war die unterste Kohle bereits primär Asche. Aber ok.

Handling – ok, hält was versprochen wurde, das Ding ist massiv, einzig die oberen Bügel sollte man schon während des Anheizens seitlich wegklappen, sonst gibt es trotz des großzügigen Abstands eine heiße Überraschung.

Versagt hat der Sohn leider beim grillen selbst. Die Luftzufuhr ist einfach nicht ausreichend, die Kohle die noch nicht angebrannt ist muss man extra anblasen, der Rest droht auszugehen. Ok, mit etwas Wind wäre es vielleicht anders – aber den hatte ich heute mal nicht.

Das ein “Plattengrill” nicht mit einem Kugelgrill mithalten kann ist klar. Drum hat das grillen auch entsprechend lange gedauert. Aber nun die Kurzfassung:

Pro:

  • solides Material
  • klein verstaubar wenn auch schwer
  • Kamineffekt zum anheizen funktioniert
  • Hitzefeste Tasche zum schnellen wegpacken ist toll

Contra:

  • Versagt im eigentlichen Zweck: grillen ist mühsam
  • viel zu schwer für Wanderungen

Fazit:

Wo geht werde ich weiterhin einfach mit einem Gitter über Feuer kochen. Ist viel genauer, schneller, simpler. Auf Campingplätzen hat der Sohn eine Berechtigung, ich schau mich aber um einen kleinen Tisch-Kugelgrill um, kostet weniger und bringt mehr.

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