Der Sohn des Hibachi

Ich liiiebe Werbung, vor allem wenn ein Gerät in den höchsten Tönen gelobt wird. Und nachdem ich in Kroatien mit einem billigen Griller gearbeitet hab und immer Angst hatte das er zusammenbricht hab ich mir etwas Besonderes bestellt.

The Son of Hibachi.

Die Beschreibung klingt ja toll. Ausklappbar, im zusammengeklappten Zustand heizt er mit Kamineffekt an, brennt sich dabei auch gleich aus, Aschelade, gar nicht so kleine Fläche, leicht zu verstauen und kann heiß in die Tasche gestellt werden damit in der Kombi von Luftabschluß und feuerfestem Material die restliche Kohle schnell ausgeht. Soweit so gut – jetzt die Praxis.

Anheizen funktioniert wie beschrieben. Bis die Kohle oben aber durchgeglüht ist war die unterste Kohle bereits primär Asche. Aber ok.

Handling – ok, hält was versprochen wurde, das Ding ist massiv, einzig die oberen Bügel sollte man schon während des Anheizens seitlich wegklappen, sonst gibt es trotz des großzügigen Abstands eine heiße Überraschung.

Versagt hat der Sohn leider beim grillen selbst. Die Luftzufuhr ist einfach nicht ausreichend, die Kohle die noch nicht angebrannt ist muss man extra anblasen, der Rest droht auszugehen. Ok, mit etwas Wind wäre es vielleicht anders – aber den hatte ich heute mal nicht.

Das ein “Plattengrill” nicht mit einem Kugelgrill mithalten kann ist klar. Drum hat das grillen auch entsprechend lange gedauert. Aber nun die Kurzfassung:

Pro:

  • solides Material
  • klein verstaubar wenn auch schwer
  • Kamineffekt zum anheizen funktioniert
  • Hitzefeste Tasche zum schnellen wegpacken ist toll

Contra:

  • Versagt im eigentlichen Zweck: grillen ist mühsam
  • viel zu schwer für Wanderungen

Fazit:

Wo geht werde ich weiterhin einfach mit einem Gitter über Feuer kochen. Ist viel genauer, schneller, simpler. Auf Campingplätzen hat der Sohn eine Berechtigung, ich schau mich aber um einen kleinen Tisch-Kugelgrill um, kostet weniger und bringt mehr.

Riegersburg 2013

Letzten Mittwoch haben wir uns auf den Weg in die Steiermark gemacht. Bei leichtem Nieselregen wurde unser ganzes Lager per Anhänger und Pickup auf die Burg transportiert, und man hat uns eine schöne Terrasse beim Annentor bei der Pferdeschwemme zugewiesen. Mit von der Partie waren nicht nur meine A.L.B.S sondern auch wieder mein Freund Michi.

Am Donnerstag ging es dann richtig zur Sache. Der Besucheransturm war wirklich enorm, dank der vielen interessierten Besucher haben wir uns beim erklären den Mund fusselig geredet, für großartiges Besichtigen der anderen Attraktionen ist uns praktisch keine Zeit geblieben. Aber das ist ja der Zweck der Übung, dafür treten wir ja als Handwerkstruppe auf.

Freitag war den viel ruhiger, wir konnten auch zu unseren Nachbarn, den Prellhawer Rittern und der deutschen Gruppe Frank & Frey mal Kontakt aufnehmen. Nur die Hitze hat mir etwas zu schaffen gemacht, gerade am Nachmittag hat sich die Sonne kräftig auf der Terrasse ausgetobt. Aber besser als Regen….

Weiters hatte ich auch Zeit den Prototypen für mein neues Stövchen zu testen, hat super funktioniert, mit ein paar Modifikationen geht das dann schon.

Der Samstag brachte dann wieder viele Besucher, und auch einen ganzen Schwung liebe Freunde die sich zu uns verirrt haben. Wir hatten aber auch Zeit genug um endlich mal unseren Nachbarn bei Ihren Shows zuzusehen. Und am Abend gemütlich mit ihnen zusammen zu sitzen.

Der Abbau am Sonntag verlief zwar schnell. Aber wir mussten dann relativ lange warten bis wir endlich einen Anhänger zum Abtransport bekommen haben. Und dann musste alles sehr schnell gehen, eh klar. Leicht hitzegeschädigt sind wir dann wieder nach Wien gegondelt.

Von Seiten der Presse haben wir es in die “Kleine Zeitung” geschafft.

Mein Eindruck: Viel gute Shows, wenig Händler, dafür alte und neue Gesichter und Freundschaften unter den Lagergruppen. Wenn’s 2015 wieder stattfindet werde ich gerne dabei sein.

P.S.: Sollte sich jemand wundern warum die Galerie-Seite jetzt Galerie-2 heißt: Das letzte Update von NGGallery hat mir leider die ganze Galerie zusammengehaut. Musste also leider alles neu machen, daher aber auch eine neue Seite für die Galerie selbst anlegen.

Campen bei hohen Temperaturen

In den letzten Wochen stand ich vor einem Problem. Campen ist immer noch besser als meine Wohnung, aber ein Zelt in der Sonne heizt sich extrem auf. Wie  kann man trotzdem ein Klima schaffen wo einem nicht gleich der Kreislauf zusammenfällt wenn man mal kurz etwas aus dem Zelt holen muss oder morgens länger schlafen will?

Natürlicher Schatten von Bäumen ist klarerweise die erste Option. Auf Campingsplätzen, aber auch sonst ist das allerdings nicht immer möglich. Außerdem wandert der Schatten der Bäume natürlich mit dem Sonnenstand mit.

Zusätzlich hat sich bewährt ein Sonnensegel über das Zelt aufzuspannen. Mit einigem Abstand zum Zelt, so dass die Luft gut zirkulieren kann. Ich richte das meistens so aus das der niedrige Teil des Sonnensegels eher gegen die Nachmittagssonne schützt. So hab ich Abends dann ein kühles Zelt zum schlafen und kann auch vorher schon im Schatten sitzen.

Mein Zelt kann ich auf beiden Seiten aufmachen – dadurch staut sich die Luft nicht, und der Wind bläst durch.

Und letztendlich ein universeller Rat zur Hitze: viel Trinken!

Gutes Campen, auch wenn es heiß ist. Immer noch besser als in einer Wohnung zu verkochen.

 

Ofenreparatur in Höflein

Ich habe zwar keine Ahnung ob es funktionieren wird, aber schon um diesen vertrottelten Vandalen die Stirn zu bieten hab ich begonnen den Lehmofen wieder zu reparierten. Die Bruchkante hab ich abgeschlagen, plus eine Rinne rein damit der neue nasse Lehm sich dann besser mit dem Rest verbinden kann.

Das neue Gerüst für die Kuppel wollte ich mit dünnen Holzbrettern machen. Hat aber nicht funktioniert, die sind mir gebogen trotzdem gebrochen. Also war improvisieren angesagt. Auf dem Acker daneben einiges an dickstängeligem Grünzeug geschnitten und frisch verarbeitet. Gibt auch eine stabile Kuppel, mit einem Stock in der Mitte damit es nicht durchsackt, die ich dann wie schon beim ersten Mal mit Tapetenkleister und Zeitungspapier verklebt hab. Müsste stabil genug sein. Mal sehen, jetzt soll das alles mal trocknen.

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