Materialerfahrungen vom Australientrip

Da wir mit dem Auto unterwegs waren spielte das Gewicht keine große Rolle, außer bei unseren kleinen Wanderungen. Trotzdem haben sich aus der Reise einige wichtige Erfahrungen ergeben:

Gewand:

Ich hatte unnötigerweise 5 Garnituren Wäsche mit. Unnötig deshalb weil auch 5 Garnituren nicht für drei Wochen reichen. Wenn man aber ohnehin dazwischen waschen muss reicht eine Reservegarnitur völlig aus.

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Mein Filzhut war für die australischen Verhältnisse viel zu warm. Hier in Österreich wird er weiter ein treuer Begleiter im Winter sein. Für den Sommer hab ich aber jetzt einen Barmah-Lederhut, Aussie-mäßig.

Geschirr:

Mein 1,5 l Topf ist unnötig groß. Die Hälfte reicht völlig für Suppen, Soßen oder Nudeln. Hab mir jetzt einen MSR Stowaway mit 0,7 l organisiert. Kleiner (es gibt ja auch die 0,4 l die auf Dosenfutter zugeschnitten sind) sollte er aber auch nicht sein, da ist man mit einem großen Becher besser bedient.

Dagegen möchte ich weder meine Nalgene-Flaschen,

die Titan-Spork oder meinen Titan-Becher missen. Alles jetzt im Dauereinsatz erprobt und bewährt.

Immer dabei, für alles im Einsatz und trotzdem wie neu: mein Enzo-Messer.

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Nice aber nicht unbedingt nötig war die Kanne für frischen Kaffee. Haltet mich für einen Banausen, aber auf einer Wandertour reicht mir etwas heißes Wasser und Instant-Kaffee.

Genial, wenn auch nur für Touren mit dem Auto, nicht für den Rucksack: der Gaskocher der mit dem Wohnmobil mitkam. Sicher und einfach zu bedienen. So einen habe ich mir inzwischen auch beschafft.

Unterkunft:

Sehr bewährt hat sich das Hubba-Hubba Zelt, selbst bei Windgeschwindigkeiten über 100kmh waren nicht einmal die zusätzlichen Abspannungen nötig. Auch Starkregen ist – wenn man das Zelt an einer guten Stelle leicht erhöht aufgestellt hat – kein Problem. Und die Zeit für den Aufbau ist einfach nur genial, ideal wenn man – so wie wir – oft den

Standort wechselt. Nur der böse Kakadu hat mir dann ein Loch reingemacht….aber das Flickzeug ist jetzt auch immer dabei. Das

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Gear-Shed ist aber wirklich nur für längere Aufenthalte/Kochen bei Schlechtwetter nötig.

Auch sehr gut: die Thermarest-Matraze und der Carinthia-Schlafsack. Habe damit bisher nie mehr gefroren und bin immer gut gelegen.

Neu in der Ausrüstung und auch schon bewährt: eine Zeltlampe die im Lager ein gleichmäßiges Licht verbreitet (im Gegensatz zur Taschenlampe die nur sehr punktuell ist). Hab da ein Mini-Gerät von Black Diamond erstanden, arbeitet mit LED und ist lässt sich dimmen. Damit halten die Batterien auch ewig. Werde mir aber auch noch Akkus dafür beschaffen.

Der Dreibein-Hocker wird zwar auch nicht bei Wandertouren dabei sein – beim Lagern aber schon, gerade auf Campingplätzen sind natürliche Sitzgelegenheiten zumindest in Australien rar gewesen.

Aggstein mit der A.L.B.S

Liebe Freunde und Besucher dieser Seite, dieses Wochenende war einfach schön. Weil ich war mit meinen Freunden von der Austrian Longbow Society (Link re.) auf der Burgruine Aggstein als Schuster unterwegs.

In der wunderschön  zerklüfteten Szenerie der Burgruine Aggstein haben wir bei Nebel und Regen unser Lager aufgeschlagen. Aber die Wettergötter waren uns hold, der Samstag war zwar bewölkt, aber regenfrei, und der Sonntag hat uns mit Sonnenschein verwöhnt.

Und bei dem guten Wetter konnten wir unserer Handwerksleidenschaft frönen. Bogenschnitzen, Pfeilbau, Schmieden, Schusterarbeiten, Spinnen, Brettchenweben, Hufeisenwerfen –  alles haben wir dargeboten, erklärt, und wir haben es geschafft auch bei starkem Andrang Mittelalter zum Angreifen zu bieten. Und ich bin stolz auf uns: während sich Lagergruppen oft hinter Zäunen und Seilen verschanzen haben wir den Spagat geschafft unsere Besucher wirklich hereinzubitten und trotzdem nicht im Chaos zu versinken.

An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Besuchern bedanken: Danke für das Interesse, die Neugier, das Wissen-Wollen, die vielen Fragen. So macht Handwerken mit Publikum echt Spaß.

Und ein weiterer Dank an meine Mit-ALBS: Ihr seid ein Super-Team.

Lagerleben bei Kampi 2013

Dieses interne Fest ging heuer in die zweite Runde und wird damit schon langsam zur Tradition. Wie schon letztes Jahr klein (naja, sooo klein ist es auch nicht mehr) und fein.

Die Wettergötter hatten ein Einsehen, nach leichten Regenschauern blieb das Wochenende trocken, auch wenn manchmal Wolken durchzogen. Für mich liegt auch immer der Vorteil darin: wenn ich was vergessen hab bin ich nicht weit von Zuhause weg, so konnte ich in ein paar Minuten die vergessenen Teile noch holen.

Ausprobieren konnten wir dadurch auch mal den Bäckerkäfig (steht übrigens zum Verkaufe *hint*, bei Interesse bitte Mail an mich). Schlechte Zeiten für junge Kardinäle, vor allem wenn die Menschenmenge bis auf die Inquisitoren hauptsächlich aus Wikingern, Hexen und Heiden besteht.;-)

Ich konnte mich trotzdem zeitweise der Arbeit widmen und einige Flickschuster-Arbeiten durchführen.

Und als Lohn für einen neuen Auftrag hab ich auch ein tolles gefilztes Hauberl gekriegt (nochmal danke an Sabine). Da wird mir am Hirn so schnell nimmer kalt.

Die Verpflegung war wie immer gediegen, vom Mokkazelt über die Maximus Trossküche bis zum bewährten Wilden Wikinger. Und zum Frühstück gabs ein kleines Eierspeispfandl…..